VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Aaron  |  Alma  |  Angelina  |  Bernd  |  Christian  |  Flora  |  Jena  |  Johanna  |  Lanrianna  |  Lene  |

Lotte  |  Lydia  |  Maria  |  Mia  |  Niklas  |  Nora  |  Patrizia  |  Sara  |  Sophie  |  Stefan  |  Warinka  |

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Die ersten 1,5 Monate

Autor: BerndDjuren | Datum: 09 Oktober 2015, 16:16 | 2 Kommentare

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

 

ich bin nun seit dem 15ten August in Südafrika. Ich fand und finde es hier echt jeden Tag wieder beeindruckend und überwältigend, wenn ich aus meinem Fenster auf den Rücken des Tafelbergs schaue, die Vögel im Garten am Teich beobachte, wo sogar schon Flamingos waren, und den Sonnenaufgang an der Seite sehe.

 

Wir leben hier mit vier deutschen Freiwilligen auf der Farm der NWF. Da sind Lydia, die auch von der VEM entsandt ist, Sarah und Simon, die beide vom ZMÖ entsandt werden, und ich.

 

Am ersten Tag, den ich hier war, dem Samstag, war das Wetter echt schlecht und ich war erst sehr überrascht. Es goss in Strömen, war kalt und war sehr windig. Das Wetter verbesserte sich zu meinen Gunsten und wurde wärmer.

In der darauffolgenden Wochen wurden wir, nachdem wir am Sonntag in Constancia, einem wunderschönen Gebiet mit großen Weinbergen, das Nötigste einkaufen waren, in der New World Foundation (NWF) an unserem Arbeitsplatz eingeführt. Wir wurden zunächst von unserem Mentor, einem deutschen Sozialarbeiter, der in der NWF arbeitet, eingeführt. Viele Leute begegneten uns bereits am ersten Tag. So wurde uns zum Beispiel die Koordinatorin des Aftercareprogramm vorgestellt. Mit ihr werden wir in den darauffolgenden Wochen immer montags ein kurzes Meeting haben. Zudem lernten wir neben vielen anderen tollen Projekten auch das Educareprogramm (Kindergarten) kennen. Als ich das erste Mal im Educare war, machten die Kinder gerade ihren Mittagsschlaf und ich war überrascht, wie diszipliniert sie waren, denn beinahe alle schliefen. Das war eine Fehleinschätzung, was mir später auch noch von einer Lehrerin bestätigt wurde.

In dieser Woche war ich jeden Tag sowohl im Aftercare als auch im Educare- Programm, sodass es möglich war, die Projekte kennenzulernen.

 

In der nächsten Woche kam die Projektmanagerin der NWF, wieder zur Arbeit. Sie war vorher krank. Wir besprachen mit ihr, in welchem Projekt wir arbeiten wollen, was Talente und Fähigkeiten sind, die wir mitbringen und wie wir diese einbringen können, sowie welche Projekte wir neben den zwei „großen“ Projekten machen wollten. Da von einer der Freiwilligen aus dem vorherigen Jahrgang ein Schachclub aufgebaut wurde und ich an Schach immer viel Freude hatte, hab ich mich entschlossen, diesen zu übernehmen. Zudem gehe ich ins Educare, wo ich mit Kindern im Alter von 3-5 Jahren zu tun habe.

Eine Aufgabe, die Simon und ich gemeinsam erledigen, ist der boy's club, wo die Jungen im Alter von 10-16 Jahren sind. Das gestaltete sich für mich noch sehr schwierig, da diese fast genauso alt sind wie ich und es daher sehr schwierig ist, sie dazu zu bringen, das Geplante umzusetzen.

Mir gefällt es im Educare sehr gut. Ich habe nach nur zwei Wochen die Kinder schon ins Herz geschlossen. Das, was es mir einfacher macht, ist, dass ich mir bei den Kindergärtnerinnen sehr viel abgucken kann.
Es gibt insgesamt vier Klassen, wobei es zwei Afrikaans und zwei Englisch Klassen gibt. Es gibt jeweils eine für die Kinder im Alter von 3-4 und für jene im Alter von 4-5.

 

Am Wochenende waren wir nach Simon's town gefahren. Simon's town ist auf Grund und Boden der Queen gebaut. Das wusste ich erst nicht, als es mir dann aber erzählt wurde, klärte sich meine Frage, warum dort so viele britische Fahnen, Hotels und Restaurants sind. Zudem ist in Simon's town der größte Marinestützpunkt Südafrikas. Das ist aber nicht das beste an dieser Stadt. Das mit Abstand beste waren die im Nationalpark in freier Wildbahn lebenden Pinguine. Diesen Ort besuchten wir mit einer Wandergruppe, die sich um einen Mitarbeiter der NWF gebildet hat, der viele Projekte leitet.

 

Am Wochenende waren wir am 27ten am Kap der guten Hoffnung. An diesem treffen sich nicht der indische und der atlantische Ozean, wie ich hier erfahren habe und in den Reiseführern gelesen habe. Das südlichste Kap ist Kap Angalhus, wo sich also die zwei Ozeane treffen. Jetzt aber zurück zum Kap der guten Hoffnung und cape point.
Wir fuhren zunächst etwa eine Stunde mit dem Auto entlang des Tafelberg Nationalpark zum Kap der guten Hoffnung. Dort angekommen mussten wir zunächst R110 bezahlen (ca. 8-9€). Wir wanderten als erstes zum Cape point. Dort war ich ein Leuchtturm. Von dem Gebiet hatte man einen echt tollen Ausblick. Auf dem Weg dorthin macht wir zur Stärkung ein Picknick von einer Stelle von der man einen echt tollen Ausblick hatte. Als ich dann zum Atlantik sah, war auf der mitten im Wasser das Brechen vieler Wellen zu sehen. Ich wunderte mich und sah auf einmal etwas aus dem Wasser springen. Es war ein bestimmt 5-10m langer Wal. Nach diesem Sprung tauchte der Wal noch einmal auf und man sah beim Ausatmen die riesige Fontaine. Danach tauchte er ab und das Letzte, was man von ihm sah, war eine riesige Schwanzflosse. Das einzig blöde an diesem tollen Ereignis ist, das ich so fasziniert war, dass ich vergessen habe, ein Foto zu machen. Alle Wale, die danach auftauchten, sprangen nicht aus dem Wasser. Aber eine perfekte Erinnerung ist auch schöner als ein schönes Foto.

Nach der Begegnung mit dem Wal wanderten wir zum Kap der guten Hoffnung. Man läuft dazu an der Küste auf einem Holzsteg entlang, von dem man einen tollen Ausblick auf den Atlantik hat. Während wir zum Kap liefen, sahen wir eine lange Treppe runter zu dem schönsten Strand, den ich je gesehen habe. Der Sand ist weiß, auf den beiden Seiten sind Hügel und es war einfach, wie das Clichez` eines Strandes.

Dort rannten wir mit kurzen Hosen in die Fluten. Als wir dann im Wasser waren, bemerkten wir erst, dass wir keine Ahnung haben, wie kalt 12 Grad Celsius Wassertemperatur sind.

Danach erkundeten Lydia und ich den Strand noch und während wir wegliefen, kam der krasseste Wetterumschwung, den ich je miterlebt habe. Erst war es durchaus windig, aber trotzdem sehr warm und angenehm. Nach diesen 15 Minuten, die wir am Strand entlangliefen, war die Sonne völlig verschwunden, es wurde so windig, dass man fast umgeweht wurde und es kam einfach eine riesige schwarze Wolkenwand vom Atlantik. Obwohl das Wetter so stark umschwang, schafften wir es trocken zurück zum Auto.

 

Neben dem Ausflug zum Kap der guten Hoffnung machten wir auch einen Ausflug über zwei Tage nach Hermanus, was ein großer Urlaubsort ist. Als wir am dritten und vierten Oktober da waren, war dort das Walfestival, bei welchem es sich um eine Art Straßenfest handelt. Es heißt Walfestival, da dort in dieser Jahreszeit viele Wale vor der Küste sind.

Am ersten Tag waren wir hauptsächlich beim Fest und der Umgebung, um uns dort zu bewegen. Am Abend kehrten wir zum Backpackers zurück, um das Spiel der Springboks (das südafrikanische Rugbyteam) gegen Schottland bei der Rugby-WM zu gucken. Es saßen alle Leute in einem großen Raum. Man sprach zunächst englisch miteinander. Dann sprach ich mit Lydia deutsch und meine Sitznachbarn sprachen ebenfalls deutsch. Am Ende stellte sich heraus das bis auf die Eigentümer alle Leute dort aus Deutschland kamen.
Am nächsten Tag gingen wir erneut zum Festival. Wir hatten einen jungen Mann kennengelernt, der aus Hermanus kommt und uns entlang des sogenannten „cliff path“(Klippenpfad) führte. Dieser Weg war am Wasser und es war dort echt sehr schön. Neben dem tollen Ausblick auf den Atlantik haben wir viele Wale gesehen, welche auch sehr aktiv waren, sie sprangen also aus dem Wasser. Es war echt beeindruckend.

Alles in Allem war der Ausflug nach Hermanus echt wunderschön.

 

Wie ich schon geschrieben habe ist momentan die Rugby-WM. Rugby ist in Südafrika ein sehr populärer Sport. Ich würde es mit Fußball bei uns vergleichen. Die Spiele der Springboks fing ich auch an zu gucken und es gefiel mir wirklich sehr. Ich kann mich mit dieser Mannschaft sehr identifizieren, sodass ich mit ein Springbokstrikot gekauft habe. Die Koordinatorin des Aftercares ist ein großer Fan von Rugby, sodass sie mir viel erklärt und wir uns fast jeden Tag über Rugby unterhalten.

 

 

Das war es jetzt erstmal von mir. Ich werde mich bemühen, in Zukunft regelmäßiger zu schreiben. 
Falls ihr Fragen habt oder mir einfach etwas schreiben wollt, könnt ihr an djurenbernd@yahoo.de schreiben.

 

Liebe Grüße 

Bernd

 

 

 

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

  1. 1. Heino  |  15 Oktober 2015, 08:57

    Moin Bernd,
    Ein schön verfasster Bericht der uns ein wenig Einblick gibt was du dort so machst. Mach weiter so.M
    Gruß
    Heino & Renate

  2. 2. Kenniderge  |  16 Juni 2017, 12:10

    Levitra Pour Homme Cheap Viagra Usa Order On Line Amoxicilina Amoksibos Direct Amex Accepted Tetracylin Kaufen Cheap Cialis No Rx Viagra Over The Counter

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype